Geschichte
Von 1500 v. Chr. bis heute
Über die Ursprünge der Maya-Kultur wird in der Wissenschaft lediglich spekuliert, da die archäologischen Funde verschiedene Deutungen zulassen.
Anfänge
Die formative Periode fand spätestens um 1500 v. Chr. statt. Während der klassischen Zeit zwischen etwa 300 und 900 n. Chr. setzte sich eine mehr oder weniger einheitliche Kultur in sämtlichen Maya-Territorien durch. In dieser Zeit entstanden auch die großen Zeremonialzentren wie Palenque, Tikal und Copán. Um 900 wurden diese Zentren jedoch aus unbekannten Gründen verlassen; einige Maya wanderten nach Yucatán aus. US-amerikanische Forscher stellten 1998 die Hypothese auf, viele Maya seien verhungert, weil der Regenwald verschwunden und danach eine Dürreperiode eingetreten sei: Offenbar gab es in Zentralamerika zu der Zeit, als die Maya verschwanden, aus unbekannten Gründen keine Bäume.
Postklassik bis heute
Während der postklassischen Zeit zwischen 900 und der Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert war Yucatán Zentrum der Maya-Kultur. Dessen Kunststile wurden stark von einer Einwanderung oder Invasion der aus dem Tal von Mexiko stammenden Tolteken beeinflusst. Zu den herausragenden Städten gehörten Chichén Itzá und Mayapán. Nachdem es der Liga von Mayapán gelungen war, eine Zeit lang für Frieden zu sorgen, kam es zu Bürgerkrieg und revolutionären Unruhen, in deren Verlauf die Städte verlassen wurden.
Die Spanier hatten keine Mühe, die wichtigsten Maya-Gruppen zu unterwerfen, obwohl der mexikanische Staat die letzten unabhängigen Gemeinden erst 1901 eroberte. Ende des 20. Jahrhunderts stellten die Maya die Mehrheit der bäuerlichen Bevölkerung in ihren früheren Gebieten.
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